Solarparks und Freilandanlagen

Bei Freilandanlagen sind neben den lokalen Besonderheiten, auch Richtlinien zu beachten,die gegebenenfalls von den Genehmigungsbehörden vorgegeben werden. Insbesondere geht es dabei im Kern um die entsprechenden Mindestanforderungen im Hinblick auf Diebstahl- und Vandalismus aber auch Feuerschäden.

Hierbei gelten im Regelfall folgende Anforderungen seitens der Versicherungswirtschaft:

  • Umfriedetes Gelände: Industriegitterzaun mit 2 Metern Höhe und Übersteigsicherung soll einen unkontrollierten Geländezugang verhindern.
  • Mechanische Modulsicherung: Sicherheitsschrauben oder Maßnahmen mit vergleichbarem Sicherheitscharakter sollen ein „schnelles Abschrauben Unbefugter“ verhindern.
  • Je nach Lage ist gegebenenfalls eine elektronische Überwachung oder ein Diebstahlwarnsystem in das Anlagenkonzept zu integrieren.
  • Mechanische Wechselrichter Sicherung: Bei Verwendung von Stringwechselrichter müssen diese gegen „schnelles Abschrauben“ mit Sicherheitsschrauben oder ähnlichen Maßnahmen gesichert werden. Bei Zentralwechselrichter müssen die Einhausungen natürlich verschlossen sein.
  • Gestrüppbildung muss entgegengewirkt werden – z. B. durch regelmäßiges Mähen, oder die Abweidung durch Schafe.
  • Eine Kies- oder Geröllschüttung rund um die Anlage soll ein mögliches Übergreifen von Feuer verhindern.

Solarversicherung

Diese Versicherungsform deckt nahezu alle denkbaren Schadenereignisse ab, die auf die Anlage einwirken und einen Sachschaden verursachen – daher spricht man auch von Allgefahrenversicherung. Neben dem Sachschaden erhält der Versicherte auch einen angemessenen Ertragsausfall entschädigt.

Je nach Anlagengröße können wir auch hier unsere SOLARSECUR-Besonderheiten vereinbaren, so diese denn sinnvoll und angemessen sind. Darüber hinaus erarbeiten wir gemeinsam mit dem Investor/Betreiber/Projektanten den erforderlichen Deckungsinhalt und beraten zu den am Markt verfügbaren Möglichkeiten.

Montageversicherung

Für unvorhergesehene Schadenfälle, die sich während der Bau- und Installationsphase ereignen, besteht Versicherungsschutz über die Montageversicherung. Diese kann sowohl vom zukünftigen Betreiber, als auch vom Solarfachbetrieb abgeschlossen werden. Ersetzt werden z. B. Schäden infolge Montageunfälle, Diebstahl, höhere Gewalt, u.s.w.

Betreiberhaftpflichtversicherung

Schadenersatzansprüche sind vielfältig und für den Laien schwer prüfbar. Deshalb ist es außerordentlich wichtig, die „Betreiberhaftpflichtversicherung“ zum Partner zu haben, da durch den Versicherer die potentiellen Ansprüche hinsichtlich der Rechtmäßigkeit und der Schadenhöhe kompetent geprüft werden. Alle weiteren Maßnahmen (Regulierung, Einschaltung von Sachverständigen, Rechtsanwälten u.s.w.) übernimmt und koordiniert dann die Versicherungsgesellschaft. Sofern Photovoltaik-Dachanlagen auf „fremden Dächern“ betrieben werden, muss in jedem Falle der Deckungsbaustein „Mietsachschaden“  mit ausreichender Deckungssumme mitversichert werden!